Was ist eigentlich Heimat?

von Juliane Marquardt

Über den Bildungskoffer „Heimat(en)“ von BERLIN interkulturell KulTourMobil

Das Projekt BERLIN interkulturell KulTourMobil des Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, Landesverband Berlin e.V. hat das Ziel, die Potentiale kultureller Vielfalt sichtbar zu machen und den interkulturellen Dialog auf Augenhöhe zu stärken. Durch aufsuchende Bildungsarbeit an den alltäglichen Begegnungsorten von jungen Menschen in Berlin eröffnet das KulTourMobil Möglichkeiten des Austauschs und des gemeinsamen Engagements und trägt dazu bei, dass kulturelle Vielfalt ein Teil unseres gemeinsamen Alltags wird.
Dazu werden im Rahmen des Projekts Bildungskoffer und Materialien zu unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Migration und Integration wie Vielfalt der Kulturen, Identität, Vorurteile und Diskriminierung sowie Heimat entwickelt und erprobt. Die Koffer sind für Workshops und Projekttage konzipiert und können ausgeliehen werden.

Einblicke in den Bildungskoffer „Heimat(en)“

Jeder Mensch versteht unter Heimat etwas Anderes. Ist es der Geburtsort, die eigene Wohnung oder doch eher eine Erinnerung oder ein Gefühl? Der Bildungskoffer „Heimat(en)“ hält Ideen und Anregungen für Antworten auf diese und weitere Fragen bereit. Mit den Materialien des Heimatkoffers wird die Auseinandersetzung mit diesem komplexen und vielschichtigen Thema spielerisch angeleitet und erlebbar gemacht. Mit Hilfe verschiedener Spiele und Methoden werden die sozialen und kulturellen Dimensionen von Heimat erörtert. Dabei soll vor allem ein Gefühl dafür geschaffen werden, dass Heimat kein starrer Begriff ist, sondern individuell erlebt und definiert werden kann.

 

Wie entsteht Heimat?

Die Jugendlichen lernen zunächst die Kontinente und Länder unserer Welt sowie die vielfältigen kulturellen Ausdrucksformen und Kulturschätze der Menschheit kennen. Diese bilden die Grundlage für die kulturelle Vielfalt, die unseren Alltag prägt und definieren mit, wie sich die jeweils eigene Identität und Persönlichkeit entwickelt.
Wie unterschiedlich der Begriff Heimat verstanden und empfunden wird, zeigt das Heimat-Scharade-Spiel, bei dem jeweils ein bestimmtes Wort mit Heimat assoziiert und anschließend diskutiert wird. Über die verschiedenen Heimatbegriffe finden die Jugendlichen Zugang zu anderen Welten und Kulturen und können diese Diversität als etwas Positives erleben.

Heimat verlassen

Anhand eines Trickfilms sowie persönlicher Migrations- und Integrationsgeschichten von jungen Drittstaatenangehörigen erfahren Jugendliche was es heißt, die eigene Heimat zu verlassen und sich in einem fremden Land in einer unbekannten Kultur neu zurecht finden zu müssen. Im Rahmen der Aktivität „Ich packe meinen Heimatkoffer“ versetzen sie sich in die Lage, die eigene Heimat zurück zu lassen und diskutieren darüber, inwieweit man Heimat mitnehmen kann.

Heimat beschreiben — Heimat darstellen

Ob mittels (Trick-)Film, Kurzgeschichten, Hörspiel, Fotografie, Gedicht oder Liedtexte: Gemeinsam mit Künstler*innen aus unterschiedlichen außereuropäischen Ländern erarbeiten die Jugendlichen eigene Darstellungs- und Erlebnisformen für ihre individuellen Heimatbegriffe und finden so Zugang zu diesem komplexen Thema. Sie organisieren
Poetry Slams, Ausstellungen, Filmabende oder eine Smartphone-Ralley durch den Heimatkiez.

Eine Auswahl der Spiele und Methoden des Bildungskoffers „Heimat“ sind:


• Kontinente-Länder-Puzzle
• KulTourMobil-Weltkarte
• Memory-Spiel: „Kultur- und Heimatschätze unserer Welt“
• Heimat-Scharade-Spiel
• Kartenspiel: „Aloha, Salut & Kia Ora: Kulturelle Besonderheiten aus aller Welt“
• Spiel: Die Beste Stadt der Welt
• Heimat-Brettspiel
• Legepuzzle „Heimatsätze“
• „Ich packe meinen Heimatkoffer“
• Heimatgeschichten in Form eines Erfahrungsberichts

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