Mit Worten Brücken bauen

Vom 06.04.  bis 06.07. 2016 traf sich immer mittwochs die BERLIN interkulturell KulTourMobil-Schreibwerkstatt unter Leitung der FSJlerin Rebekka. Hier experimentierten Jugendliche in offener, vorurteilsfreier Atmosphäre mit der Sprache und hatten dabei viel Spaß.

Abseits des Schulalltags probierten sie sich spielerisch im Kreativen Schreiben. Dabei lernten sie, ihre Umgebung wach wahrzunehmen und ihre Eindrücke und Gefühle in Worte zu fassen. Nebenbei thematisierte die Schreibwerkstatt immer wieder Themen wie Toleranz, (interkulturelle) Identität und ein respektvolles Miteinander. Dabei stand der Spaß am gemeinsamen Erforschen der eigenen Fähigkeiten an erster Stelle. 

Hier könnt ihr euch in eine kleine Auswahl hineinlesen:

Gedichte

Kultur(en)

von Katrin

Grenzenlos

Unsere Kulturen

Besitzen wir alle

Besonders sind sie natürlich

Weltkulturen

 

Das Kleine Bild

von Derya

Ein ganz kleines Bild

War irgendwie richtig wild.

Es war lebendig

Und eher unabhängig.

Sein Verhalten war

Auch nie zu halten.

Fiel es von der Wand hinab

Riss es meist alle Vorhänge ab.

Machte es das Licht ausstürmte es heimlich hinaus.

Sah es die großen Bäume,

dachte es, das seien nur Träume.

Aber das stimmte nicht,

das Bild sah das schon aus weiter Sicht.

Sah es einen bösen Bengel,

hielt das Bild das für einen Engel.

Das Bild stand nun im Dunkeln,

es sah schon Sterne funkeln.

Es dachte an den Bengel

Den bösen kleinen Engel.

Das Bild wollte nach Hause geh´n

Den Weg konnte es auch schon seh´n.

Als es zu Hause ankam,

freute es sich, dass es gut vorankam.

Es sprang an seinen alten Platz zurück

Und dachte „Ich hab aber Glück“.

Es schloss die Augen zu

Und dachte „Eine Stadt, wozu?“

Das Haus war besser als vorhin

Ergab das alles einen Sinn?

Das Haus war einfach wild.

Perfekt für das kleine Bild.

 

KulTourMobil

von Aneka

Das

ist ein

Elfchen über die

Schreibwerkstatt. Sie gehört zum

KulTourMobil.

Schule

von Derya

Grau

der Stuhl

auf dem ich

jeden Tag immer sitze

Schule!

 

Wir schreiben, ohne abzusetzen...

Derya:

Hallo, darf ich mich vorstellen? Ich bin Derya und bin neun Jahre alt. Zuhause rede ich fast immer nur russisch. Mein kleiner Bruder Denis kann einem mal ganz schön auf die Nerven gehen. Trotzdem hab ich ihn lieb wie alle anderen aus meiner Familie. Meist streiten mein Bruder Denis und ich uns auch. Doch nach ungefähr einer Stunde kann ich ihm nicht mehr böse sein. Meinen Vater sehe ich nur sonntags, meist auch samstags. Also am Wochenende. Mein Vater mag es nämlich, zu schlafen. Und wenn ich früh am Morgen zur Schule muss, schläft er immer noch. Er ist nämlich ein Langschläfer. Er arbeitet auch umgekehrt, also von der Nacht bis zum Morgen. Wenn ich früh am Morgen aufstehe, sage ich immer „Dobraja Utra“ (Guten Morgen).

Phillip:

Hallo lieber Sheriff, letzte Nacht überfiel ich eine Postkutsche. Ich raubte alle Menschen aus, die in der Postkutsche saßen. Es war so, dass ich abhauen wollte. Aber dann kamst du und verhaftetest mich. Das war sehr gemein.

Lieblingsbücher

Gregs Tagebuch

 

 

Mein Lieblingsbuch ist "Gregs Tagebuch".

Wenn ich Greg mal treffen würde, wäre ich zuerst umgefallen. Dann würde ich ihn erst mal fotografieren, um es niemals zu vergessen. Dann würde ich ihm einen Döner kaufen, da es in Amerika keine Döner gibt. Dann würde ich ein bisschen mit ihm quatschen und  seine Familie hierher fliegen lassen und dann könnten sie Berlin erleben.

- Nour, 10 

Liliane Susewind

Mein Lieblingsbuch ist "Liliane Susewind".

Eines Tages begegnete ich Liliane Susewind. Als ich nach Hause kam, freute ich mich schon riesig. Denn Lilli wartete auf mich. Wir wollten gemeinsam in den Zoo, um uns mit Tieren zu verständigen und mit ihnen zu spielen.

Als wir ankamen, freute ich mich noch mehr als am Anfang, denn jetzt ging es los. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinwollte. Ich und Lilli entschieden uns, Shankar und Semira zu besuchen. Die Tigerin und der Löwe freuten sich bestimmt „tierisch“. Als wir ankamen, sprangen die Liger Lilli, Leo und der andere sofort auf uns; Samira hatte alle Mühe, sie wegzunehmen, denn es waren sehr wilde Liger. Lilli sprach sofort mit Samira und Shankar, ich spielte mit den süßen Ligerbabys. Dann ritt ich ein bisschen auf Shankar dem Löwen.

Aber Lilli sagte zu mir: „Komm weiter, wir wollen noch ein paar andere Tiere sehen!“ Ich kam sofort, denn ich wollte noch viele andere Tiere sehen. Dann gingen wir weiter zu Armstrong dem Schimpansen. Auf ihn freute ich mich auch schon. Leo gab mir einen Schokoriegel, den ich ihm gab und er fraß ihn sofort auf. Dann spielten wir noch ein bisschen. Der Schimpanse, den ich sonst nur aus Büchern kannte, war sehr süß und als Lilli  mir dann auch noch übersetzte, war das auch toll. Ich finde, er hat schon Fortschritte im Sprechen gemacht. Dafür, dass er immer bei Menschen aufgewachsen ist und dort nicht sprach, weil er eingesperrt war, sprach er ziemlich gut. Aber ich wollte unbedingt zu Martha und ihrem Sohn Ronni.

Also verabschiedeten wir uns und gingen zur Elephantendame Martha, die vor Kurzem noch Ohrenschmerzen hatte und nur wegen Lillis Hilfe im Zoo blieb. Doch leider hatte Lilli den Schlüssel nicht dabei und sie sagte „schade, dass wir da nicht rein können“, aber kurz darauf hatte sie eine Idee. Sie sagte, dass wir zu Frau Essig Steinmeier, der Direktorin, gehen können. Ich war einverstanden und so gingen wir auf zum Büro, doch als und Finn entgegenkam, konnten wir von ihm den Schlüssel bekommen und gingen zurück. Ich freute mich, kam mir aber vor wie eine Ameise neben den riesigen Elephanten.

Als ich das Lilli sagte, lachte sie und es spross eine Pflanze aus dem Boden. Ronni der kleine Elephant stürzte sich auf sie, als ich Lilli dann fragte, ob ich auf Martha reiten könne, fragte sie sie. Als ich dann auf ihr ritt, war es super schön und ich wollte gar nicht mehr runter. Ich ritt so lang, bis Lilli sagte, dass wir gehen müssen. Dann gab es Mittag und ich lernte Lillis Hund Bansai kennen. Und Lillis Vater kochte wieder richtig lecker. Es war ein schöner Tag.

- Polly, 11 

Finja im Tal der Feuerpferde

 

Mein Lieblingsbuch ist "Finja im Tal der Feuerpferde".

Wenn ich Finja in ihrem Dorf besuchen könnte, würde ich mit ihr reiten gehen, ihren Onkel besuchen und ihre Freunde besuchen.

Eines Tages besuchten wir den Bauernhof und ritten mit den Pferden. Ihre Freunde waren sehr nett, aber Ulrich konnten wir nicht besuchen. Wir färbten unsere Haare mit Finjas Hexenbuch. Schließlich zeigte sie Bilder ihrer Abenteuer in Aramsi.

- Aylin, 10 

Fortsetzungs- und Reihumgeschichten

Eine Prinzessin macht, was sie will!

(von Derya, 9)